Nach meiner erfolgreichen Saison 2025 bin ich voller Motivation in das Wintertraining gestartet. Ich hatte große Ziele für 2026, war bereit, den nächsten Schritt zu machen und wollte genau da anknüpfen, wo ich aufgehört hatte. Ich habe mich stark gefühlt, fokussiert, einfach bereit.
Doch dann kam alles anders.
Mitten im Aufbau hat mich das Pfeiffersche Drüsenfieber komplett ausgeknockt. Von heute auf morgen ging nichts mehr. Kein Training, keine Bewegung, ich durfte wochenlang nicht einmal spazieren gehen. Für jemanden wie mich, die es gewohnt ist, sich jeden Tag zu bewegen und an ihre Grenzen zu gehen, war das unglaublich schwer.
Ich musste lernen, meinem Körper zuzuhören und ihm die Zeit zu geben, die er braucht. Auch wenn es mir körperlich schlecht ging, habe ich es mental eigentlich ganz gut verkraftet. Ich habe versucht, die Situation anzunehmen und den Fokus darauf zu legen, wieder gesund zu werden.
Als ich dann endlich wieder ins Training einsteigen durfte, war die Motivation sofort wieder da. Ich habe meine Hallensaison nicht abgeschrieben, im Gegenteil: Ich wollte das Beste daraus machen. Die ersten Einheiten liefen überraschend gut und ich hatte das Gefühl, wieder auf einem guten Weg zu sein.
Doch dann kam der nächste Rückschlag.
Bei meinem ersten Wettkampf hatte ich bereits Schmerzen im Fuß gespürt. Ich habe noch gehofft, dass es nichts Ernstes ist, aber beim zweiten Wettkampf wurden die Schmerzen so stark, dass ich abbrechen musste. Ein Moment, der unglaublich frustrierend war.
Die Diagnose hat es dann bestätigt: Knochenmarködem, Sehnenentzündung, mindestens vier Wochen Pause.
Schon wieder stillstehen. Schon wieder warten.
Natürlich ist das nicht einfach. Gerade nach dem, was ich in den letzten Monaten erlebt habe, fühlt es sich an, als würde ich immer wieder zurückgeworfen werden. Aber ich versuche, auch das anzunehmen.
Ich weiß, dass solche Phasen zum Sport dazugehören. Es geht nicht immer nur nach oben. Manchmal wird man gezwungen, langsamer zu machen, egal, wie sehr man es sich anders wünscht.
Ich werde auch diese Zeit nutzen, um meinem Körper die Chance zu geben, vollständig zu heilen. Und ich bin mir sicher: Ich komme zurück, hungriger als je zuvor, voller Motivation und mit dem klaren Ziel vor Augen, weiter an mir zu arbeiten und jeden Tag besser zu werden.
Der Weg ist nicht immer gerade. Aber ich gehe ihn weiter.
Manchmal sind es genau die Rückschläge, die uns stärker machen und uns daran erinnern, wie sehr wir für unsere Ziele brennen.






