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Die magische 2m-Marke

Heilbronn. Marktplatz. 32 Grad. Volle Ränge.
Schon beim Einlaufen habe ich gespürt: Heute kann ich hoch springen.

Das Internationale Hochsprung-Meeting hier ist kein gewöhnlicher Wettkampf. Mitten in der Stadt, direkt vor dem Rathaus, so viele Menschen, so eine Energie. Jede Athletin wird getragen von der Atmosphäre. Und ich wollte diesen Moment nutzen.

Mein Ziel war klar. Schon immer. Seit Jahren habe ich diese Zahl im Kopf.
Die 2 Meter.

Ich bin konzentriert in den Wettkampf gestartet und habe Höhe für Höhe sauber im ersten Versuch genommen. Genau daran habe ich in den letzten Monaten gearbeitet: Ruhe bewahren, Rhythmus finden, Vertrauen haben. Und es hat sich gut angefühlt.

Als die Latte bei 1,98 m lag, wusste ich: Jetzt wird es ernst. Diese Höhe bedeutet viel: Bestleistung, WM-Norm, alles auf einmal. Der zweite Versuch saß. Ich war erleichtert, aber gleichzeitig wusste ich: Ich bin noch nicht fertig.

Dann kamen sie: 2,00 Meter.

Diese Höhe ist mehr als nur eine Zahl. Sie ist eine Grenze. Eine Marke, von der man als Hochspringerin träumt. Ich stand oben an meinem Anlauf, habe einmal tief durchgeatmet und mir gesagt: Warum nicht heute?
Der erste Versuch hat noch nicht gepasst. Der zweite war besser, aber die Latte fiel.
Und dann kam dieser dritte Versuch: ich bin losgelaufen, hatte viel Geschwindigkeit, der Absprung war perfekt getroffen, alles hat sich richtig angefühlt. Und dann lag ich in der Matte und wusste es sofort.

Die Latte blieb liegen. 2,00 Meter!!

Kein Wackeln, kein Zittern, einfach drüber.
Ein Gefühl, das ich kaum in Worte fassen kann. Freude, Erleichterung, Stolz, alles auf einmal. Das Publikum, meine Trainerin, alle um mich herum, dieser Moment war einfach überwältigend. Gänsehaut pur!

Ich habe immer auf diesen Sprung hingearbeitet. Und jetzt ist er Realität.

Natürlich wollte ich danach noch mehr, 2,03 m standen schon bereit. Aber ganz ehrlich: An diesem Tag ging es nicht mehr um noch höher. Es ging um diesen einen Sprung. Um das, was er bedeutet.
Ich bin unglaublich dankbar. Für diesen Wettkampf, für diese Atmosphäre, für alle, die mich auf diesem Weg begleiten.

Die 2,00 Meter bedeuten für mich unglaublich viel. Es ist mehr als nur eine Höhe, es ist ein Traum, auf den ich jahrelang hingearbeitet habe. All die Trainings, Rückschläge und kleinen Fortschritte haben genau auf diesen Moment hingeführt. Zu wissen, dass ich diese magische Marke jetzt wirklich übersprungen habe, gibt mir unheimlich viel Selbstvertrauen und zeigt mir, was alles möglich ist.

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